Von Fähren und Fjorden

Diese Woche war geprägt von der Fahrt an der Küstenstraße von Trondheim auf die Lofoten. Nachdem wir eine ruhige Nacht in der Nähe von Trondheim verbrachten, nutzten wir die Gelegenheit und den Sonnenschein für ein kühles Bad im See. Erfrischt und munter fuhren wir Richtung Küstenstraße, die sich entlang der Fjorde und dem Meer schlängelt. Der Entschluss für diese Strecke hatte mehrere Gründe. Die alternative E6 führt zwar direkter zu den Lofoten, kostet aber Maut. Im Gegensatz dazu ist die Küstenstraße länger und man muss einige Abschnitte mit der Fähre zurücklegen. So vermuteten wir eine finanzielle Gleichstellung beider Routen und dass die Küstenstraße landschaftlich mehr herzugeben hat. Außerdem macht Fähre fahren ja auch Spaß und wir haben die Zeit für die längere Strecke.

Am ersten Tag erreichten wir die Küstenstraße allerdings noch nicht. Wir mussten erst das noch etwas dichter besiedelte Gebiet nördlich von Trondheim hinter uns lassen. Die Nacht verbrachten wir trotzdem an einem Fjord. Die Sonne schien, wir konnten schön mit Bunji spazieren gehen und aßen abends Pfannkuchen mit frischem Pfirsichkompott – was für ein Genuß! (Es war ein fantastisches Essen und verdient dementsprechend auch seine Erwähnung im Blog) Bunji muss sich nun leider mit Trockenfutter begnügen. Nachdem unsere Vorräte aus Deutschland (lecker Nassfutter mit Ente) aufgebraucht waren, fanden wir keine vergleichbare Alternative und auch aus praktischen Gründen entschieden wir uns nun doch für die leichtere und weniger Müll produzierende Variante. Wegen der Umstellung bekommt er aber noch gekochte Karotten dazu und scheint damit nicht unglücklich zu sein.

Am nächsten Tag erreichten wir endlich die Küstenstraße. Wir fuhren an Fjorden und Berghängen lang und hielten abends auf einer kleinen Landzunge, die in einen Fjord ragte. Hier hatten wir ein unglaubliches Panorama auf die umliegenden Bergkuppen und das kristallklare Wasser.

Dominik fand auch um die Ecke eine Austernfischer-Familie, die sich sehr gut fotografieren ließ und mit ihren Flugmanövern schöne Motive abgeben.

Während Bunji zwischen den Steinen herumkletterte und tobte, schnitt er sich leider auch an der Pfote und musste widerwillig von uns verarztet werden. Zum Glück sind wir ja auf solche Fälle vorbereitet und so war er schnell versorgt. Nur der blöde Pfotenschuh nervt ein wenig beim laufen und wurde von ihm missmutig beäugt. (Am nächsten Tag sah die Wunde schon sehr gut aus und er durfte wieder barfuß gehen)

An beiden darauffolgenden Tagen fuhren wir weiter an der Küste entlang und nahmen insgesamt fünf Fähren. Das Wetter ist sommerlich, warm und trocken. Wir beschlossen ein wenig zu verweilen und beanspruchten für zwei Nächte einen Campingplatz. Inzwischen waren wir nördlich des Polarkreises und Dunkelheit kennen wir nur noch von den Tunneln, die wir durchfahren mussten. Der Platz lag direkt an einem Fjord, in dem wir auch Schweinswale beobachten konnten. Auf einer Anhöhe in der Nähe konnten wir super mit Bunji spazieren gehen und den Ausblick genießen. So hatten wir einen sehr entspannten Tag und ließen die Seele baumeln.

Gestern dann wollten wir auf die letzte Etappe zu den Lofoten starten. Doch nach wenigen Kilometer nach dem Campingplatz dann das: zufällig waren wir an einem Gletscher vorbeigekommen. Der Svartisen-Gletscher, wie wir jetzt wissen, ist der zweitgrößte Gletscher Norwegens. Dafür lohnt es sich natürlich kurz anzuhalten, um ein Foto zu machen.

Unseren Blog abschließen werden wir heute mit einer neuen Bekanntschaft. Auf dem Weg nach Bodø, von wo aus unsere Fähre auf die Lofoten ging, trafen wir am Straßenrand auf unseren bisher nettesten Elch. Wir konnten in Ruhe anhalten und Fotos machen, während er einfach weiterfraß bzw. für uns posierte. (Es sind trotzdem nur qualitativ mittelmäßige Handyfotos, da die Kamera gerade nicht zur Hand war)

Nach einer dreistündigen Fährfahrt sind wir nun auf den Lofoten angekommen und freuen uns schon darauf, sie zu erkunden. Auch die Wellen-Vorhersage zum Surfen sieht gut aus, sodass es nächste Woche hoffentlich mehr zu berichten gibt.

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